Das Hauptfenster verbindet einfache Statusanzeigen mit detaillierter Laufwerkstelemetrie. Beginnen Sie mit Gesundheitsstatus und Temperatur, prüfen Sie dann das ausgewählte Laufwerk und lesen Sie anschließend die S.M.A.R.T.-Tabelle.

Realer CrystalDiskInfo-Screenshot des Websitebetreibers. Nummerierte Marker liegen per CSS über dem Bild; die Erklärungen stehen darunter.
  1. 1 Laufwerksauswahl und Kurzstatus
  2. 2 Gesundheitsstatus
  3. 3 Temperatur
  4. 4 Laufwerksmodell
  5. 5 Firmware
  6. 6 Schnittstelle
  7. 7 Übertragungsmodus
  8. 8 Laufwerksbuchstabe
  9. 9 Einschaltvorgänge
  10. 10 Betriebsstunden
  11. 11 Host-Lese- und Schreibmengen
  12. 12 S.M.A.R.T.-Tabelle

1. Laufwerksauswahl

Die Laufwerksauswahl zeigt, welches physische Gerät gerade dargestellt wird. Bei mehreren Datenträgern sollten Modell und Laufwerksbuchstabe zum gewünschten Laufwerk passen.

2. Gesundheitsstatus

Der Gesundheitsstatus fasst eine oder mehrere Warnregeln als Gut, Vorsicht, Schlecht oder Unbekannt zusammen. Bei Vorsicht oder Schlecht hilft zuerst die Anleitung zu Vorsicht und Schlecht.

3. Temperatur

Die Temperatur ist die aktuell gemeldete Gerätetemperatur. Sie sollte anhand des Modells, der Last und der Herstellerspezifikation bewertet werden, nicht anhand eines einzigen universellen Grenzwerts.

4-8. Identität und Verbindung

Modell, Firmware, Schnittstelle, Übertragungsmodus und Laufwerksbuchstabe identifizieren Gerät und Verbindungspfad. Das hilft etwa beim Prüfen, ob eine SATA-SSD mit erwarteter Geschwindigkeit angebunden ist.

9-10. Einschaltvorgänge und Betriebszeit

Power On Count zählt Einschaltvorgänge. Power On Hours zählt Betriebszeit. Hohe Werte sind Kontext, aber kein automatischer Beweis für einen Defekt.

11. Host-Lese- und Schreibmengen

Einige SSDs und NVMe-Laufwerke melden gesamte Host-Lese- und Schreibmengen. Diese Werte helfen bei der Einordnung von Verschleiß, können aber unterschiedliche Einheiten verwenden.

12. S.M.A.R.T.-Tabelle

Die S.M.A.R.T.-Tabelle enthält Attribut-IDs, normalisierte Werte und Rohwerte. Der Rohwert ist oft interessant, aber ohne Herstellerkontext leicht falsch zu deuten.

Praktische Lesereihenfolge

Beginnen Sie nicht mit der längsten Rohwertliste. Prüfen Sie zuerst, welches physische Laufwerk ausgewählt ist, ob der Gesundheitsstatus eine Warnung zeigt und ob die Temperatur plausibel zum aktuellen Einsatz passt. Danach sind Modell, Firmware, Schnittstelle und Laufwerksbuchstabe wichtig, damit Sie die Anzeige nicht versehentlich dem falschen Datenträger zuordnen.

Erst danach lohnt sich die S.M.A.R.T.-Tabelle. Bei HDDs sind sektorbezogene Attribute wie 05, C5 und C6 häufig wichtiger als allgemeine Betriebsstunden. Bei NVMe-SSDs stehen Felder wie Critical Warning, Available Spare, Percentage Used, Media and Data Integrity Errors und Error Information Log Entries im Vordergrund.

Was Sie notieren sollten

  • Laufwerksmodell und Laufwerksbuchstabe, damit die Werte später eindeutig zugeordnet werden können.
  • Gesundheitsstatus und Temperatur zum Zeitpunkt des Screenshots.
  • Die betroffenen Attributnamen, IDs und Rohwerte, nicht nur die farbige Gesamtanzeige.
  • Ob sich der Wert nach Stunden oder Tagen verändert hat. Eine Momentaufnahme ist nützlich, aber ein Verlauf ist oft aussagekräftiger.

Wenn Sie eine Warnung sehen, ist die richtige Reihenfolge konservativ: erst Daten sichern, dann die Ursache bestimmen, danach weitere Tests oder Konfigurationsänderungen planen. CrystalDiskInfo zeigt gemeldete Telemetrie; es repariert keine Medienfehler und garantiert kein Ausfalldatum.